Es ist zwar schon ein Weilchen her, aber nun ist mein 2018 er Oster Radio Aircheck online. Viele haben mich bereits darauf angesprochen. Wo sind bewegte Bilder und deine Stimme auf deiner Homepage? Ihr habt ja recht, aber bislang war wenig Zeit hierfür vorhanden da tolle Aufträge auf mich gewartet haben. Danke an meinen tollen Kollegen Cedric Pick bei der Hilfe der Erstellung des Aircheck. Manchmal bedarf es einen tritt in den allerwertesten um diesen Baustein nun endlich auf die Online Präsenz zu setzen. Ist angekommen und versprochen, diesen Sommer kommt dann auch mein neues Showreel, liebe Kunden.Bis dahin heißt es sich weiter “live” mit mir zu begnügen. Alleine an diesem Wochenende sind drei Gelegenheiten. Duisburg, Essen, Wuppertal.

So, aber jetzt heißt es erst einmal  “zurück in Richtung Ostern”. Viel Spaß (und das meine ich wörtlich) beim hören.

Air Check Ostern 2018

 

Zeit für meine neue Kolumne in der aktuellen Zeitschrift “Laufzeit & Condition”. Für euch exclusiv auf meiner Homepage zum Nachlesen. Wie immer viel Spaß damit. Die Ausgabe (siehe Bilder) erhaltet Ihr wie immer im gut sortierten Zeitschriftenhandel.

 

ISPO München 2018 – Blick in die Läuferzukunft.

Zu Beginn des Jahres pilgern alle Fachleute sowie Händler nach München zur ISPO – der weltgrößten Leitmesse für den Sport. Alle Sportarten sind hier vertreten um über Neuheiten und Innovationen zu Informieren. „First view“ genannt, bleibt es aber dem Endverbraucher verborgen und diese werden nur über die Medien Informiert.

Nah dran durfte ich sein. Immerhin bin ich seit 4 Jahren als Moderator des Bereiches Fitness & Health auf der ISPO  ständig vor Ort und habe mir auch in diesem Jahr die Zeit genommen für euch, nach den Interviews mit Henry Maske, Franziska van Almsick und Windsurfer Weltmeister Philipp Köster auf meiner Bühne, über die Running Schwerpunkte zu schlendern.

Vorab – laufen dürft Ihr weiterhin immer noch selber und das ist auch gut so.   Im Sommer 2018 startet unter anderem eine neue Epoche im Hause CRAFT. Mehr bekannt als Pioniere der Funktionstextilien präsentieren die Schweden nunmehr auch Laufschuhe. Mit ihrer funktionellen Bekleidung revolutionierten die Schweden damals die Welt der Sporttextilien. Running gehört seither zu den Kernkompetenzen. Die Modelle verzichten bewusst auf überflüssigen Technologie-Schnickschnack. Es sind schlicht gute Laufschuhe für eine sehr breite Zielgruppe. Bei den Sohlen setzt CRAFT auf Vibram. Dabei gehören die Schweden zu den wenigen Herstellern, für die die Italiener eine exklusive Straßenlaufschuh-Sohle bauen. Es tut sich also einiges bei CRAFT die sich auch wieder über einen ISPO Preis freuen durften was Ihre Funktionswäsche angeht.

Von Graphen bis Insektenriegel

Das man den Laufschuh nicht immer komplett neu erfinden muss, sondern nur neue Werkstoffe verwenden braucht hat INOV8 präsentiert. Hier werden erstmals Graphen verbaut hat. Graphen besteht eigentlich aus Graphit bzw. Kohlenstoff, aus dem auch Bleistiftminen hergestellt werden. Anders als Graphit ist es aber zu einer einzelnen Schicht dicht miteinander verwobener Atome verarbeitet. Graphen ist also quasi zweidimensionaler Kohlenstoff. Angeblich 200-mal härter als Stahl wäre dies die wohl beständigste und robusteste Sohle auf dem Markt. Euer Langzeittest wird es dann wohl zeigen, liebe Läufer.

Draußen oder drinnen laufen ist auch so eine Frage. Wer sich nicht ganz so wettertauglich im Winter fühlt, der findet sich meist auf einem Laufband wieder. Bei Kettler gibt es nunmehr ein Band mit einem Dämpfungssystem aus Schaumstoff. Selber mal getestet finde ich es zwar angenehm, denke aber das ich die „Härte der Natur“ weiterhin vorziehen werde. Schließlich möchte ich meinen Körper weiter selber kontrollieren und eine Rückmeldung von Ihm bekommen von  dem was ich gerade mache. Kontrolle – ach ja. Da waren noch die Einlegesohlen von EVALU.  Sie haben einen Sensor für Einlegesohlen entwickelt, der Rückmeldung über die Belastung der Füße beim Laufen gibt. Diese Daten können dann wiederum mit einem Laufband von Kettler gekoppelt werden. „Nachtigall ik hör dir trapsen“. Habe mich gerade noch an meinen Selbsttest bei Strava erinnert. Erinnert Ihr euch noch daran? Laufen wird zu Nebensache, weil man sich nur noch kontrolliert und checkt. Ich glaube ich werde kein Technik Freak mehr in diesem Leben.

Da ist Essen und Ernährung dann doch wieder mehr mein Thema.  Riegel und Getränke oder andere Nahrungsergänzungen, zum Teil fühlte ich mich wie auf der „Anuga“ in Köln. Messe ist und bleibt halt Messe und Riegel bleibt Riegel. Nee – Moment. Da war noch der Riegel von Swarm. Werbeüberschrift, „der Insektenriegel“.  Die Grundmasse besteht aus getrockneten und gemahlenen Datteln, Leinmehl und Leinsamen, Rosinen, Haferflocken, gerösteten Mandeln, Sonnenblumenkernen, Apfel- und Birnensaftkonzentrat, Meersalz, natürlichem Aroma. Erst mal okay dachte ich bis man mir sagte das hier auch getrocknete und gemahlene Grillen drinnen wären, um einen hohen Proteingehalt zu sichern.  Habe am Stand dann auch direkt nach dem „warum“ gefragt und habe als Antwort erhalten das Insekten zum einen sehr, sehr gute Nährwerte hätten. Sie bestehen zum Großteil aus Protein, das ist sehr hochwertig, und haben aber auch viele Mikronährstoffe wie Vitamin B12, Zink, Eisen. Okaaaaaay – das war mir dann doch etwas zu Hardcore. Als Vegetarier habe ich da eh so ein Problem mit, von der Ökobilanz mal ganz zu schweigen da diese Tiere direkt von Kleinbauern aus dem ländlichen Thailand bezogen werden und erst mal einen Freiflug nach Europa bekommen.  Nein, ich denke ich bleibe da Oldschool, aber jeder wie er mag – wie seht Ihr dies?

Vernetzung der Läufer schreitet voran

Die ISPO hatte auch ein Laufsymposium. Geballtes Wissen und Fachkompetenz zum Themen Zukunft im Laufen und im Handel. Wie sieht die Szene die Entwicklung. Episch großes Thema, für euch kurz auf den Punkt gebracht.

Zum einen vernetzt sich die Laufgemeinde immer mehr. Lauftreffs finden sich im Netz zusammen und verabreden sich um dann gemeinsam zu laufen. Es geht immer mehr in Richtung Gemeinschaftserlebnis. Die Einzelläufer werden immer weniger, „happy meeting with Sport“ ist nunmehr das Thema. Danach wird alles in den Social Media Gängen dokumentiert. App`s sind im übrigen ja genügend da. Kaum ein Hersteller der nicht versucht so viele wie möglich auch bei seinem Messgerät zu integrieren das sie kompatibel sind. Der Läufer hat heute mehr die Qual der Wahl welche App er nimmt, da der Markt immer unüberschaubarer wird. Daher von mir eine bitte an die Programmierer, bitte nicht noch mehr App`s dieser Art. Macht doch zu Abwechselung mal was anderes.

Auch im Kontakt zwischen dem Laufschuh Dealer und dem Läufer hat sich einiges geändert. Waren es früher die Läufer, die auf den Händler zugegangen sind um sich über Material zu informieren und im Ideralfall auch zu konsumieren kommt jetzt der Händler mehr zu den Läufer.   Das kann ein Auftritt in den sozialen Netzwerken sein, ein Stand bei großen Lauf-Events wie den Marathon-Messen oder auch kleinen lokalen Lauf-Wettbewerben sein oder sogar ein Vor-Ort-Besuch bei den Laufgruppen. Das war früher zwar als und an auch so, wird auch für den Händler unerlässlich, wenn er überleben will im vergleich mit dem Wettbewerb.

Im Übrigen will man sich mehr auf die Bedürfnisse der Läufer in Sachen Laufsyle einstellen. Trailrunner bekommen eine andere Auswahl wie der Urban Runner. Jede Fangruppe hat andere Wünsche an die Klamotten. Dies wird mehr bedient werden in Zukunft. Gleiches gilt auch für den Laufschuh. Jeder Läufer hat statistisch angeblich 5,3 Paar Schuhe die er nutzt. Da sollte doch für jeden Untergrund was dabei sein.  Die Bereitschaft, Geld auszugeben fürs Running, wächst. Auch 2018 ist nichts anderes als Wachstum zu erwarten. Dies gilt für alle Segmente. Die Auswahl der Wearables wächst auch, dennoch bin ich der Meinung wer eine Laufuhr hat, braucht auch nicht noch einen Fitness Tracker, sorry.

Also, viele Informationen für die Menschen die über die ISPO gegangen sind. Da lobe ich mir doch den Messe Kickoff mit dem ISPO Munich Night Run im Olympiapark. 530 Starter durch die Nacht über 5 und 10 km. Ein oder zweimal den Olympiaberg hinauf, hatte schon was von Berg dachte sich so mancher Läufer, dann entspannt ins Hotel um sich auf die vier Messetage vorzubereiten. Wenn da schon alle gewusst hätten welche Flut Ihnen entgegenkommt. Aber wie auch immer, es lebe die Läuferzukunft. In dem Sinne

Glück auf

Ihr Andreas Menz

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Die ISPO in München ist die weltweit größte Leitmesse für den Sport und für mich als ehemaligen Leistungssportler ein Paradies. Als Messemoderator hier auf eine der wenigen Live Bühnen zu agieren und das nunmehr im vierten Jahr hintereinander, ist nicht nur Berufung sondern auch eine persönliche Auszeichnung für mich.  Die Anforderungen sind wie in jedem Jahr hoch an das Team. Das bedeutete für mich in vier Messetagen 38 Auftritte auf der Bühne vorzubereiten zu 19 komplett unterschiedlichen Sportthemen. Beginnend von der Begleitung und Präsentation neuer Sport Workouts, Kochshows, Podiumsdiskussionen bis hin zu Live-Talks mit besonderen Gästen. Jeder Slot ein kleiner Event und so war die Vermischung vom Moderator für Messe zu einem Eventmoderator wie in jedem Jahr gegeben. Vielfältigkeit, das ist auch die ISPO. Begonnen hat es aber eigentlich schon am Tag vor der Messe, wo ich bereits als Moderator des Premieren Lauf beim ISPO Munich Night Run im Olympiapark gebucht wurde. Tolle Kulisse, tolle Umsetzung, Stimmung und die Stimme bereits ein wenig aufgewärmt für die kommenden vier Tage unter Strom.

Nach dem Lauf ist der Tag vor dem Beginn in den Messehallen. Bei den Talkgästen konnte ich mich unter anderem auf 60 Minuten mit der ehemaligen deutschen Box-Legende Henry Maske freuen. Der Gentleman Boxer machte seinem Namen alle Ehre. Wie früher, ein Profi durch und durch und so konnten wir in Anwesenheit vieler Fotografen, sowie einiger TV Stationen über einige Stationen seiner Karriere sprechen, sowie über sein neues Projekt mit einem neuen Sponsor der hier präsentiert wurde.

Interviewrunde mit Box-Legende Henry Maske Bild: (c) Thomas Engelmann

Aber auch über die Talks mit der ehemaligen Weltklasse Schwimmerin Franziska van Almsick, sowie dem aktuellen mittlerweile 4-fachen Windsurf Weltmeister Philipp Köster.  Aber es sind auch die Personen auf der Bühne die man nicht gleich beim ersten lesen am Namen erkennt, die den Reiz dieser Sportmesse ausmachen. Da wir uns in der Fitness & Health Halle befanden, war das Thema Ernährung für uns allgegenwärtig. So hatten wir mit Volker Mehl einen bekannten Koch für Ayurveda als Gast, der uns begeisterte mit vielen Details fürs Kochen, die einfach umzusetzen waren, auch für mich. Das ich bei den Kochshows auch probieren durfte, war inclusive. Denn zum Essen während der Messetage kommt man nur schwer.

Um euch einen Eindruck zu geben wie ein solcher Tag für mich abläuft, sei einmal einer skizziert. Meist klingelte mein Wecker im Hotel in der City von München um 5:30 Uhr. Gute Gewohnheiten von zuhause sollte man halt nicht ändern. Da ich in den Tagen einer Messe nicht zu meinem gewohnten Radtraining komme, habe ich mich auf ein 45 min. Kraftworkout konzentriert. Dieses kann man auch im Hotelzimmer mit einfachsten Mitteln durchführen und gefolgt von kurzem ausdehnen war es dann auch schon knapp 7 Uhr. Kurzes Duschen, die Unterlagen (Moderationskarten, Bühnenoutfit etc.) richten und noch einmal die Programmpunkte und die Gäste mit den vorbereiteten Fragen durchgehen.  Blick auf die Uhr, 7:45 Uhr, Zeit fürs Frühstück. Runter in den Frühstücksraum des Hotels, kurz das Buffet plündern, mit dem Team der Agentur die mich gebucht hat zu sprechen, um dann nach 20 min. wieder auf dem Zimmer zu sein und die Tasche zum Beginn des Tages zu schnappen und loszugehen.

Anreise zur Messe in München bedeutet für mich seit Jahren U-Bahn fahren. Diese Idee haben gefühlt alle Aussteller zur gleichen Zeit und so fühlst du dich wie eine Sardine in der Dose für die kommenden knapp 20 min.  An den Messehallen angekommen, marschierst du durch die angrenzenden Hallen um in der für mich “Halle A6” anzukommen.  Ca. 9 Uhr – letzter Check mit den Technikern für Mikro bzw. Headset und dann noch einmal ein kurzes Einstimmen auf den Tag. Dieser beginnt mit dem ersten Auftritt meist gegen 9:30 Uhr und endet zwischen 17 und 17:30 Uhr. Die einzelnen Slots sind ca. 30 bzw. 60 Minuten lang. Pausen sind für mich meist die 2-3 Minuten, wenn die Bühne kurz umgebaut oder vorbereitet wird für den nächsten Gast. Zeit um diesen dann Backstage kurz zu begrüßen, Zeit für einen kurzen Small Talk und/oder durchgehen des Programms, während dieser vom Techniker verkabelt“ wird.   Ein Schluck aus der Wasserflasche oder ein kurzer Biss in einen Energieriegel und weiter geht es.

Talk mit Schwimm Star Franziska van Almsick Bild: (C) Thomas Engelmann

Am Ende des Messetages geht es dann durch die anderen Messehallen wieder zurück in Richtung U-Bahn, wenn man nicht gerade vor hat an einer der legendären ISPO Stand Partys teilzunehmen. Gefühlt war es dann aber meist die Richtige Entscheidung diese auszulassen oder nur kurz vorbeizuschauen. Netzwerken ist halt wichtig auf der größten Sportmesse der Welt.

Am ersten Messetag habe ich dann aber doch lieber bei meinem Partner CRAFT vorbeigeschaut. Sponsoren Termine. Hier haben wir auf dem großen Messestand noch einige Teaser (Filme) der neuen Produkte gedreht. Die Filme werden via Social Media im Laufe des Jahres zu sehen sein.

Blick auf die Uhr. Aus der U-Bahn ins Hotel – meist 19:30 Uhr, der Tag hat schon 14 Stunden. Rauf aufs Zimmer, kurzes duschen, Mail Check, ein paar Telefonate bevor wir uns mit dem Team der Agentur in der Hotellobby treffen.   Gemeinsames Abendessen irgendwo in München, Tische sind reserviert. Müde, meist wortkarg, sehe ich meine Moderatoren Kollegen wieder, Small Talk wie deren Tag war,reden, lachen, essen. Der Kopf ist relativ leer, der Magen auch aber letzterer bekommt ja jetzt etwas. Wieder zurück im Hotel ist es meist 23 Uhr. TV  auf dem Zimmer an für 15 Minuten, wieder nichts gescheites drin. Also kannst du auch schlafen gehen. Licht aus.  Draußen hörst du die Straßenbahn die die Feierwütigen ins Nachtleben bringen. Mich bringt nichts mehr aus der Ruhe und schon gar nichts mehr ins Leben der Nacht. Nach 18 Stunden muss auch mal Pause sein, denn morgen früh klingelt wieder pünktlich um 5:30 Uhr das Murmeltier. Hello Munich, hello ISPO 2018.  Trotz dieses Tages unter Strom bleibt es mein gelebter Traum.

Blick für 4 Tage. Moderationskarten Bild (C) Thomas Engelmann

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