Der nächste Auftrag für mich am Sonntag zum neunten mal in die Eifel an den schönen Rursee. Danke für das Interview und das schöne Portrait.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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“Mensch MENZ” – Kolumne 10/2019 der Laufzeit & Condition


Spitzensport im Niemandsland.  Kennen wir unsere Laufhelden überhaupt noch?

Wie viele Hüte habt Ihr eigentlich jeden Tag auf? Nein, Ihr habt nicht fälschlicherweise die Cosmopolitan gekauft. Ihr seid schon noch richtig bei der Laufzeit & Condition. Mit der Frage der Hüte die man selber trägt, meint man im Coaching welche verschiedenen Aufgaben begleiten dich durch den Tag. Heißt z.B. Arbeit, Familie, Sportverein, eigene andere Hobbys und dann vielleicht noch einen Elternteil pflegen. Ist eine Aufgabe erledigt, Hut ab – neuer Hut auf – was anderes machen. Nicht nur gelegentlich, sondern ständig. Okay, ich sehe schon Ihr verzweifelt, kommen wir zum Sport.

Welche Aufgabe hat heute ein erfolgreicher deutscher Laufsportler, sagen wir mal in der deutschen Spitze. Klar –  trainieren, gesund essen, auf die Regeneration achten und wenn er gerade keinen potenten Sponsor hat auch arbeiten oder studieren. So war es zumindest bislang immer gewesen.

Heute kommt noch ein weiterer Hut (da sind sie wieder) dazu. Eigen-PR. Eigenes Marketing ist für uns alle wichtig. Gehen wir zum Vorstellungsgespräch für einen neuen Job bereiten wir uns vor, ziehen uns gut an – also Eigen PR. Haben wir unser erstes Date mit einem anderen Menschen, zeigen wir uns von der besten Seite – Eigen-PR.

Unsere deutschen Sportler in der Leichtathletik sind nicht auf Rosen gebettet und wenn es doch klappt das sie (gerade so) von Ihrem Sport (über)leben können, steht meist ein Unterstützer dahinter. Die gibt es nicht wie Sand am Meer und so ist es klar und auch nachvollziehbar, dass jeder der sich etwas über diese Schiene verspricht, sich im besten Licht darstellen möchte. Natürlich geht das in den meisten Fällen über Leistung. Doch was nützt dir die beste Bestleistung, wenn du nicht darüber sprichst oder darüber in deinem potentiellen Unterstützerkreis berichtet wird. Da kommt wieder mein Lieblingsthema – Social Media – ins Spiel. Homepage war gestern und ist aber auch noch ein wenig heute. Heut und in Zukunft wird weiter Instagram, Facebook oder andere Soziale Medien das Einkommen der Läufer in Deutschlands Spitze bestimmen. Die User (Nutzer) zahlen zwar keinen Beitrag , leisten Ihn aber durch Ihre Follower-Klicks (deutsch: Sie abonnieren diese Nachrichten). Ist ein Sportler mit vielen „Interessenten“ gesegnet so steigt auch die Chancen, dass er für potentielle Sponsoren aus der Industrie oder dem Sportartikelmarkt interessant wird.  Das heißt aber auch für den Sportler, dass er regelmäßig Content (Nachrichten mit Inhalt) liefern muss. Dies bedeutet Zeit die für anderen Hüte fehlt. Außerdem muss unter dem Hut dann auch Geist sein, nämlich ein kreativer.

Viele der deutschen Sportler nutzen dieses bereits um sich in ein gutes Licht zu rücken. Für manch einen ist es Pflichtprogramm, der andere geht in dieser Aufgabe richtig auf und zeigt plötzlich noch mehr Talente als nur die sportlichen. Und so sollte man denke das bei Millionen an Läufern und Läuferinnen die zahlen der „likes“ bei den besten in unserem Sport durch die Decke gehen müssten.  So habe ich mir mal ein paar Zahlen bei Instagram herausgepickt.

Abonnenten Stand September 2019.  Sabrina Mockenhaupt: 52.300, Anna & Lisa Hahner: 44.700., Konstanze Klosterhalfen: 41.600, Philipp Pflieger: 15.300, Arne Gabius: 11.000, Alina Reh: 7.300, Richard Ringer: 4.250

Das war jetzt nur eine Auswahl von den Läufern der Top 10 in Deutschland was die Leistung angeht. Doch es stoßen in dieses Ranking seit langem weitere Sportler/innen die auch etwas mit Laufen zu tun haben hinzu. Sportliches leistungslevel: Klein- bzw. Mittelklassewagen.  Was macht diese Personen, sind übrigens viele Mädels dabei, so attraktiv für die User das sie ständig Neuigkeiten von Ihnen sehen und lesen möchten? Gründe sind darin zu suchen, dass sich anderen Frauen durch die Aktivität angesprochen fühlen und hier Vorbilder sehen um das gleiche an Sportlichkeit zu erreichen. Oder man vergleicht sich i.S. Outfit und Ausstattung, hat evtl. sogar eine Anregung wie das nächste Laufdress aussehen könnte. Und da kommen wir auch zum Kern. In diesem Fall sind dann gerade diese Art von Sportlern (ja, auch bei den Männern gibt es welche) oder Sportlerinnen (in der Mehrheit) die als meinungsbildenden Personen von der Industrie angesprochen, ausgestattet oder anderweitig gefördert werden. In den meisten fällen sind es dann hier Naturalien, in Form von Sportausrüstungen die man dann (clever) auf den nächsten Bildern wiedersieht.  Die Marketingstrategie der Industrie ist nicht neu, hat aber den Nachteil, das leistungsstarke Sportler/innen oft das nachsehen haben (weil zu wenig Interessierte Abonnenten).

Wen feiert die Laufszene, wen kennt Lieschen Müller vom Lauftreff „Abumseck“? Genau, die mit denen sie sich vergleichen kann und die von Ihren Leistungen ähnlichen Menschen. Den letzten großen Straßenlauf in der Stadt xy….wer den gewonnen hat? Na, der dünne, große der so schnell vorbei war beim Überrunden, das der Luftzug den er mitgebracht hatte, schon angenehm war bei den 30 Grad. Puh, war ja wirklich heiß das Rennen. Sagte Holger Meier von eigenen Lauftreff auch und der kann ja gar nicht auf Hitze, daher war er auch 2 Minuten langsamer. Tat gut nachdem er beim Treff immer so angeberisch vorwegläuft.

Der Grund warum immer weniger Leute auf dem Läufervolk unsere Leistungsträger nicht mehr kennt ist der, dass sie unerreichbar von der Leistung sind. Wir vergleichen uns in Deutschland halt sehr gerne und daher ist der Laufkollege interessanter als der Sieger. Social media kann hier sicherlich weiter hilfreich sein, aber es ist nur ein Hut. Dieser sollte aber weiter vom Leistungssport gespielt werden. Wie sollte der Content idealerweise aussehen?  Er sollte nahbar sein, auch wenn die Leistungen von anderen nicht erreichbar sind. Er sollte menschlich sein, auch wenn die gezeigten Leistungen für viele unmenschlich erscheinen.

Ein anderer Grund könnte aber auch sein, dass es mittlerweile viele Läufer/innen gibt für die der Laufsport ausschließlich der Ausgleich zum Job oder zum stressigen Leben ist. Diese Zeit verbringt man am liebsten mit sich selber und hat dann wenig Interesse daran an andere zu denken, außer sie sind aus den eigenen Familien oder dem Freundeskreis. Laufzeitungen werden (leider) nur sehr selten oder gar nicht konsumiert und da wir ja in Deutschland weiter das Problem haben, das die Leichtathletik oder der Laufsport nicht als massenmedientauglich im TV Sinne gehalten wird. Keine oder wenig medienwirksame Auftritte unserer Starläufer, keine Möglichkeit sich auch denen zu präsentieren die den schnellen Mensch noch nicht kennen. Ich frage mich immer warum das im Fußball funktioniert. Dort werden ja bereits Regionalligaspieler verehrt und die sind 4.klassig und trainieren im Zweifel nicht jeden tag wie so mancher Läufer.

Wenn die eigene Werbemaschine nicht angeworfen wird, klappt es halt auch nicht mit dem eigen PR Aufbau. Und wenn du keine PR machst sinken die Chancen wieder einen potentiellen Großsponsor zu bekommen. Hast du diesen, hat dieser meist eine Marketing Abteilung der dich beim Social Media Auftritt unterstützt oder diesen komplett (in deren Sinne) übernimmt. Was heißt das für die Athleten? Zuerst steht die Eigeninitiative, womit wir wieder bei einem der Grundprobleme sind. Wie wichtig ist der Aufbau der eigenen Marke und sollte man sich diesen Hut nicht regelmäßig aufsetzen.

Ich weiß nicht ob es an der DNA unseres Sportes liegt, denn schon in den 60er/70er Jahren waren wir Läufer ja die verrückten die durch den Park liefen, während andere dort nur saßen oder spazieren gingen. Auch in diesen „frühen Jahren“ hatte der Fußball einen anderen bzw. besseren Stellenwert im Gefüge der deutschen Wohnzimmer.  Aber jammern hilft nicht. Wir haben ALLE (Spitzen- und Breitensport) jetzt die Chance in diesem Ranking aufzuholen. Vielleicht klappt es dann ja bald man mit einem läuferischen deutschen Messi oder Neymar.

Okay – wieder eine Hausaufgabe für euch. Ihr schaut euch nach den deutschen Herbstmarathons mal alle Profile der besten deutschen auf Instagram oder meinetwegen auch Facebook an und lasst mal ein Like da. Kontrolliert wird auch noch nicht morgen – Ihr könnt euch diese Aufgabe ja einteilen.

Ach so, du in der letzten Reihe. Du hattest mich gerade gefragt, warum ich denn so viele Worte (die du ja eh schon alle kennst) in Klammern erkläre? Ganz einfach. Wir, die Laufzeit & Condition sind eine große bunter Lesergemeinschaft. Wenn ich schon mit Begriffen für Menschen zw. 20 und 45 umherwerfe, dann vergesse ich aber auch unsere treuen Leser ab der M70 nicht. Die sollen ja auch mitbekommen, was ich da wieder mal spitz verzapft habe und das war wie immer total übertrieben.

Glück auf Ihr lieben (auch für euer Herbsthighlight) und denkt an die Hausaufgabe

Euer Andreas

 

 

Die “Mensch Menz” Kolumne im Magazin “Laufzeit & Condition”

Hallo in die Runde. Wie leicht lassen wir uns eigentlich beeinflussen? Nein, ich meine damit nicht durch den Lebenspartner, sondern mehr durch die Medien. Klar, die TV Formate sind auch nicht besser geworden und vieles wiederholt sich. Nein, ich meine da mehr die Sozialen Medien. Ganz ehrlich, wer hat denn noch kein Facebook, Instagram oder andere Apps auf dem Mobilphone und schaut nicht in freien Minuten mal drauf um sich ablenken zu lassen. Sehen was die Kollegen machen oder auch schauen was es in der Welt da draußen noch so alles zu entdecken gibt.

Wir lassen uns dadurch ja auch gerne inspirieren. Neue Laufklamotten, die irgendjemand den wir nicht kennen, durch die Wälder trägt. Aufgenommen in bestem Licht, mit glücklichen Menschen die ihrer Leidenschaft nachgehen. Es wirkt manchmal ein wenig gestellt. Manchmal? Nee, ganz ehrlich, immer mehr. Wenn man nicht gerade das Zieleinlaufbild von Lieschen Müller vom Lauftreff seines Vertrauens sieht. Verschwitzt, mit Salzrändern an der Tight die sie vor 5 Jahren gekauft hat. Das ist wahres Leben.

Doch die Instawelt möchte uns immer öfter etwas anderes zeigen. Naja, vielleicht hat „Herr Insta“ sich das damals auch anders vorgestellt. Zumindest laufen jetzt Menschen zur Höchstform auf und zeigen Top Leistungen, best gestylt und mit einem lächeln wie beim Model Casting. Fake News – höre ich da jetzt schon wieder einige von euch rufen. JA – richtig. Aber WIR wollen das so. Nur so ist zu erklären warum Influencer einen solchen Zulauf bekommen, mit Followerzahlen die so mancher Sport Profi nicht hat.

Wie ist das zu erklären?  Ist es nicht der Wunsch von uns allen das diese Bilder genau auf uns abstrahlen. Möchte man nicht den eigenen Kopf auf dieses Bild montieren um zu zeigen, dass man es geschafft hat? Das man auch so aussehen kann?

Wir befinden uns in der Zeit der Coaches, der Motivatoren, der Personal Trainer. Selbstoptimieren ist das Wort unserer (Frei-)zeit. Ich meine in nahezu jeder Zeitschrift bekommt man Tipps wie man sein Selbst (sei es äußerlich oder innerlich) verbessern kann. Alles herausholen. Jeder kann es schaffen. Weniger trainieren – schneller werden. Ich hatte mal vor langer Zeit den Spruch entwickelt „gar nicht trainieren – Bestzeit laufen“. Klar – ich übertreibe wieder, aber Ist ja auch mein Job hier.

Aber viele die sich in der Welt des Lauf Social Media verlieren, sind potentielle Kandidaten für Überlastungen oder Übertraining. Wenn andere es können, kann ich es ja auch.  Ich denke auch manchmal sie stehen vor dem finanziellen Burn-out. Denn wenn man bedenkt was man alles halben „sollte“ um ein/eine erfolgreiche/r Sportler/in von heute zu sein, so ist die Geldbörse ständig geöffnet. Lauf- Social Media Plattformen als Werbeplattform sind absolut legitim und gerade die „no names“ mit den schönen Bildern sind die Top Werbeträger von heute. Daher ist es auch nicht verwunderlich das große Unternehmen neben den wenigen Spitzensportlern auch immer mehr die Breitensportler mit Charisma ansprechen. Glaubhaftes Marketing kombiniert mit einer Fan Base die der Mensch mitbringt. Die Kosten sind überschaubar. Meist wird in Naturalien bezahlt, die natürlich auch aufs Foto müssen.

Es hat alles seine Berechtigung, dennoch sollten wir nicht vergessen das vieles doch der schöne Schein ist. Hochglanzwerbung die manchmal wenig realitätsnah ist.

Der schöne Vorteil den die Social Media Welle mitgebracht hat, sind zum Beispiel Portale wie Strava oder andere Plattformen um sein Training zu dokumentieren und zu teilen. Hier ist für die meisten der motivierende Faktor sehr hoch. Dranbleiben und sich vielleicht auch mit der Community auszutauschen. Natürlich hat auch Strava seine Gefahren. Ich hatte euch meine Meinung und meine Erfahrung ja schon vor längerer Zeit beschrieben. Die „Jagt“ nach den KOM`s (Bestleistungen auf einem besonderen Streckenteil) lassen sehr gerne den eigentlichen Teil des Trainings vergessen.   So manch einer ist geradezu KOM-süchtig und hat anstatt seines Trainingsplanes nur das „Ballern“ im Kopf.          

„Ballern“ – vielleicht das Wort der 10er Jahre im Laufsport. Flo Neuschwander hat es ja gesellschaftsfähig gemacht. Auch er ist ein Phänomen des Social Media im Laufsport. Flo ist sicherlich eine Lichtgestallt unseres Sports. Er vermittelt das Laufen nicht öde ist, sondern Ultraspaß machen kann. Wie? Indem man auch mal auf sein Baugefühl hört und es auch mal „laufen lässt“ –  ballern eben.

Das sicherlich viele sich dadurch inspiriert gefühlt haben auch dem Laufsport zu beginnen oder ihn regelmäßiger auszuführen, auch mal bei Wettkämpfen am Start zu stehen ist ein Verdienst von Florian. Doch ohne die Social Media Bewegung hätte es wohl eben nur ein kleiner Kreis mitbekommen. So ging dieser Trend viral.

Was lernen wir aus diesen ganzen Sachen? Social Media ist wichtig für viele Menschen. Wichtig ist aber auch das man erkennt was noch eigenes Leben ist und wo die Phantasie beginnt. Das jeder von uns einzigartig ist und wir nicht alle und alles über den gleichen Kamm scheren können und auch nicht sollten. Wir sollte die Chancen erkennen und immer auf die sichtbaren Gefahren hinweisen.

Doch was würde passiert, wenn plötzlich alles auf einfach ausfallen würde. Kein Netz, kein GPS. 90er Jahre Style.  Dann stehen wir alle wieder mit unserer Stoppuhr in den Laufschuhen und rufen unsere Laufkollegen an um zu fragen ob sie Lust haben mitzurennen.  Spannend wäre zu erkennen wieviel Laufszene heute dann noch übrigbleiben würde. Der harte Kern oder hat es die Social Media Welle incl. der Tools die sie mitgebracht hat wirklich geschafft Menschen vom puren Laufsport zu begeistern.

Ein spannende Frage die sich jeder von uns selbst beantworten kann, wenn man wieder die GPS Uhr ausfällt und man vor der Frage steht. „Ohne alles“ loslaufen oder verzweifelt wieder ins Haus zurück und was anderes machen da Laufen ja jetzt aktuell nicht möglich ist.

Okay Ihr Puristen, ich bin dann mal raus. Meine GPS Uhr hat nämlich wieder 100 %.

Glück auf, euer Andreas

In Deutschland gibt es über 3500 Laufveranstaltungen mit über 2 Millionen Teilnehmern. Damit gilt der Laufsport-Sektor zu den größten aktiven Sport Segmenten in der Republik. Veranstaltungen sind mittlerweile zu Events geworden, die teilweise weit über das eigentliche sportliche Geschehen hinaus gehen. Seit Jahren nimmt auch immer mehr das Interesse der Sportartikelindustrie zu, die diese Events als Werbeplattform nutzen. Egal ob regional oder überregional. Sportsponsoring gehört zur Unternehmenskommunikation in allen Bereichen der Wirtschaft.

Umso wichtiger ist es diese Art von Events als Moderator richtig und angemessen zu unterstützen. Laufsport Moderation ist heute mehr als nur die Namen der ankommenden Läufer von einer Liste abzulesen. Vielmehr ist hier der komplette Profi gefragt, der zu einer Schlüsselfigur der Veranstaltung wird.

Da ich immer wieder gefragt worden bin, was denn eine herausragende Arbeit als Moderator im Laufsport ausmacht, habe ich mich entschlossen hier ein kurzes zweiteiliges Manual zu erstellen. Angesprochen werden hier unter anderen junge Nachwuchs Moderatoren oder Kollegen aus anderen Segmenten, die sich in einem Auftrag im Laufsport wiederfinden und gebucht worden sind aber auch Kunden aus der Wirtschaft die maßgeblich an der Buchung des Moderator beteiligt sind.  Auch der Vereinsmitarbeiter kann hier einige Anregungen finden, der für eine vermeintlich kleine Veranstaltung die Position des „Moderators“ erhalten hat. Da es viele kleine Laufsport Veranstaltungen gibt die über ein nur geringes Budget verfügen, ist dieses absolut legitim. Dennoch könnte auch hier ein Moderationsprofi noch einmal mehr Couleur hineinbringen.



Die besten Laufsport Moderatoren kennen die 4 Schlüsselanforderungen die eine gute von einer herausragenden Moderation unterscheiden. Es gibt viele gute Moderatoren die Ihr eigenes Handwerk verstehen, dennoch fehlt die feine Ausarbeitung des einen oder anderen Schlüssels.

Schlüssel 1: Denken wie der Veranstalter
Dies ist wohl der wichtigste Schlüssel. Viele Moderatoren gehen immer von einem vollständigen Briefing des Kunden bzw. Veranstalters aus und denken mit diesem Wissen die Veranstaltung im Griff zu haben.  Erfahrungsgemäß beschränkt sich das Briefing meist auf den Zeitplan und die Punkt die dann „abzuarbeiten“ sind.  Nur sehr selten bekommt man Infos die für die Veranstaltung gleichermaßen wichtig sind, wie auch für die Läufer und die Zuschauer. Daher mein Tipp: Denke wie der Veranstalter. Beschäftige dich mit dem was dich erwartet. Wo sind die Toiletten, wo sind die Umkleiden, wann ist die Siegerehrung und was wird geehrt. Egal ob von Läufer oder Eltern von Kindern gestellte Fragen, die es zu beantworten gilt. Warum? Weil sie denken der Mensch mit dem Mikrofon ist auch der Verantwortliche dieses Events. Daher: Bevor du ständig an diesen verweist (wobei du meist eh nicht weißt wo er sich gerade aufhält, da die Orga Leitung zumeist an vielen Stellen gleichzeitig sein muss) sei auf alle Fragen vorbereitet.  Verstehe warum -was – wo und wie stattfindet. Der Moderator eines Laufes ist die verlängerte Hand der Orgaleitung und muss auch bereit sein als solche aufzutreten. Nicht mit Entscheidungen, sondern mit klaren Ansagen, wenn Unklarheiten bestehen.  

Schlüssel 2: Denken wie der Läufer (Teilnehmer)

Ein Moderator der sportfremd ist wird sich schwer tun sich in die Gemütsverfassung eines Läufers vor dem Wettbewerb zu versetzen. Daher sollte man sich mit dieser Spezies auseinandersetzen. Läufer haben meist Ihren eigenen Rhythmus oder Ihr Muster vor einem Start. Leider geraten diese Muster und der Wunsch des Veranstalters sehr schnell auseinander.

Beispiel 1: Der Starter hat sich angemeldet aber nicht die Ausschreibung mit den Informationen durchgelesen. Fragen kommen auf und ist verwirrt. Der Moderator muss solche Tendenzen erkennen, wenn im Starterfeld Fragen sich breit machen (ich spreche damit nicht von Fragen einzelner Läufer). Als aktiver Sportler denkt der Moderator wie der Starter und handelt selbstständig danach, wenn er das Gefühl hat das er durch eine „Ansage“ vielen Menschen helfen kann.

Schlüssel 3: Wichtige Informationen an die Zuschauer geben

Wenn ein Läufer bei einem Event teilnimmt bringt er meist einen oder mehrere Personen zum Betreuen oder zuschauen mit. Diese gilt es während des Rennens über die wichtigsten Facts zu Informieren. Beispiele: a) Wann kommt der erste Läufer (so kann der Zuschauer vielleicht noch über die Expo gehen, falls vorhanden ohne sich sorgen zu machen seinen Läufer zu verpassen). b) Wer ist an Spitze des Rennens. Gibt es Besonderheiten. Besondere Starter, besondere Geschichten um den einen oder anderen Starter.   c) Wie geht es organisatorisch nach dem Rennen weiter.  Dieses sind nur einige Dinge die bei der Moderation für die Zuschauer von Wichtigkeit sind.

Schlüssel 4: Die wichtigsten Infos an die Läufer/innen.

Hier vermischen sich unter anderem teilweise die Schlüssel 1 und 4. Ganz klar. Wichtige Informationen des Veranstalters was den Rennablauf angeht müssen durch den Laufsport Moderator weitergeben werden. Er ist das Sprachrohr für Ihn und wichtig für alle die sich im Vorfeld mit Ihrem eigenen Start und deren Anforderungen nicht ausreichend beschäftigt haben. Der Unterschied zwischen einem guten und sehr guten Laufsportmoderator ist auch der, dass man sich selber auf dem Strecken sieht und genau weiß welche Informationen die Person gerade benötigt welche gerade an der Bühne vorbeiläuft. Auch hier gibt es viele anschauliche Beispiele.   

Schlüssel 5: Vergiss die Partner und Sponsoren nicht

Die wenigsten Veranstaltungen tragen sich nur über Startgelder oder Einnahmen die aus der reinen Veranstaltung erwirtschaftet wurden.  Die Kosten sind im Laufe der Jahre für eine gut organisierte Veranstaltung deutlich gestiegen. Daher sind Laufevents auf Partner und Sponsoren angewiesen.  Sei es der Bürgermeister der dafür gesorgt hat das manche Wege durch die Verwaltung zur Umsetzung der Veranstaltung leichter gegangen werden konnten oder die regionale – bzw. überregionale Sponsore der sich monetär beteiligt. Hierbei ist es wichtig das man diesen in Absprache mit der Organisationsleitung eine Plattform bietet. So wie in der Wirtschaft Kundenpflege wichtig ist, so ist die Partner und Sponsorenpflege noch vielfach nicht so ausgeprägt wie sie es sein sollte.  Daher – stelle die richtigen Fragen an die richtigen Personen zur richtigen Zeit. Interviews sind nicht nur ein abzuarbeitender Punkt sondern kann existenziell für eine Veranstaltung sein die auch in den nächsten Jahren bestehen oder sogar wachsen möchte.

Keeper of the five keys

Wer diese Schlüssel beherrscht, kann als Moderator einer Laufsport Veranstaltung schon sehr hilfreich sein. Wenn Ihr denkt das dieses alles sehr einfach klingt, dem sei gesagt das nun die „Diamanten“ kommen die diese Schlüssel dann noch mehrfach potenzieren. Das Problem ist, wenn man diese NICHT hat ist auch der Besitz der 5 Schlüssel nahezu wertlos.  Ich möchte diese Diamanten mit euch in der nächsten Folge besprechen.

Andreas Menz bietet spezielle Coachings für Moderatoren im Ausdauersportbereich an. Interessenten nutzen bitte das Kontaktformular zur Anfrage.



Am vergangenen Wochenende startete das DEW 21 E-Bike Festival presented by Shimano. Ein Experten Symposium welches ich zum vierten mal leiten durfte. Ein spannender, wenn auch komplexer Themenbereich der “Emissionsfreien Innenstadt-glücklich und zufrieden?” welcher mit vielen Referenten sowie Talkrunden griffiger gemacht wurde. Die Zukunft der Paketzustellung auf der letzten Meile war hierbei ebenfalls ein spannendes Thema. Ein ständig aktuelles und ja irgendwie alle uns angehendes da viele Dinge im Internet bestellen. Da es ja eine E-Bike Messe ist zwar auch der Dialog zwischen der Fahrradindustrie und den politischen Institutionen ein Thema welches angesprochen wurde. Ob die E-Mobilität “glücklicher” macht, fragte sich ein Glücksforscher der für Stadt Wuppertal .Er hat eine App entwickelt um herauszufinden ob dieser Glückszustand messbar und definierbar ist. Es hat mir zumindest wieder einmal gezeigt warum eine Eventmoderation von einem Moderator Flexibilität fordert. Die IHK zu Dortmund war auf jeden Fall zufrieden mit den Podiumsdiskussionen die ich leiten durfte.

Weltgrößtes Festival dieser Art

Das weltgrößte Festival dieser Art freute sich über 65.000 Besucher an den 3 Tagen, die sich bei über 150 Ausstellern auf 10.000 Quadratmetern informieren konnten. Aber nicht nur bei den Ausstellern gab es etwas zu bestaunen. An den Tagen nach dem Symposium war ich noch beim Festival selber im Einsatz. E-MTB Nightsprint auf einem eigenes gebauten Track in der Dortmunder City mit vielen Zuschauern, sowie mein persönliches Highlight, das Cargo Bike Race haben schon Kult Charakter. Nicht zuletzt deswegen war neben der (Fach)Presse auf die eine oder andere TV Station vor Ort um hiervon zu berichten. Mein Dank geht an die IHK zu Dortmund sowie der Agentur Plan-B Event für die wiederholte Buchung. Es hat mich gefreut das ich meinen Teil zum Gelingen dieser Veranstaltung beitragen durfte.

Moderator beim DEW21 Symposium Dortmund 2019

Es ist zwar schon ein Weilchen her, aber nun ist mein 2018 er Oster Radio Aircheck online. Viele haben mich bereits darauf angesprochen. Wo sind bewegte Bilder und deine Stimme auf deiner Homepage? Ihr habt ja recht, aber bislang war wenig Zeit hierfür vorhanden da tolle Aufträge auf mich gewartet haben. Danke an meinen tollen Kollegen Cedric Pick bei der Hilfe der Erstellung des Aircheck. Manchmal bedarf es einen tritt in den allerwertesten um diesen Baustein nun endlich auf die Online Präsenz zu setzen. Ist angekommen und versprochen, diesen Sommer kommt dann auch mein neues Showreel, liebe Kunden.Bis dahin heißt es sich weiter “live” mit mir zu begnügen. Alleine an diesem Wochenende sind drei Gelegenheiten. Duisburg, Essen, Wuppertal.

So, aber jetzt heißt es erst einmal  “zurück in Richtung Ostern”. Viel Spaß (und das meine ich wörtlich) beim hören.

Air Check Ostern 2018

 

Zeit für meine neue Kolumne in der aktuellen Zeitschrift “Laufzeit & Condition”. Für euch exclusiv auf meiner Homepage zum Nachlesen. Wie immer viel Spaß damit. Die Ausgabe (siehe Bilder) erhaltet Ihr wie immer im gut sortierten Zeitschriftenhandel.

 

ISPO München 2018 – Blick in die Läuferzukunft.

Zu Beginn des Jahres pilgern alle Fachleute sowie Händler nach München zur ISPO – der weltgrößten Leitmesse für den Sport. Alle Sportarten sind hier vertreten um über Neuheiten und Innovationen zu Informieren. „First view“ genannt, bleibt es aber dem Endverbraucher verborgen und diese werden nur über die Medien Informiert.

Nah dran durfte ich sein. Immerhin bin ich seit 4 Jahren als Moderator des Bereiches Fitness & Health auf der ISPO  ständig vor Ort und habe mir auch in diesem Jahr die Zeit genommen für euch, nach den Interviews mit Henry Maske, Franziska van Almsick und Windsurfer Weltmeister Philipp Köster auf meiner Bühne, über die Running Schwerpunkte zu schlendern.

Vorab – laufen dürft Ihr weiterhin immer noch selber und das ist auch gut so.   Im Sommer 2018 startet unter anderem eine neue Epoche im Hause CRAFT. Mehr bekannt als Pioniere der Funktionstextilien präsentieren die Schweden nunmehr auch Laufschuhe. Mit ihrer funktionellen Bekleidung revolutionierten die Schweden damals die Welt der Sporttextilien. Running gehört seither zu den Kernkompetenzen. Die Modelle verzichten bewusst auf überflüssigen Technologie-Schnickschnack. Es sind schlicht gute Laufschuhe für eine sehr breite Zielgruppe. Bei den Sohlen setzt CRAFT auf Vibram. Dabei gehören die Schweden zu den wenigen Herstellern, für die die Italiener eine exklusive Straßenlaufschuh-Sohle bauen. Es tut sich also einiges bei CRAFT die sich auch wieder über einen ISPO Preis freuen durften was Ihre Funktionswäsche angeht.

Von Graphen bis Insektenriegel

Das man den Laufschuh nicht immer komplett neu erfinden muss, sondern nur neue Werkstoffe verwenden braucht hat INOV8 präsentiert. Hier werden erstmals Graphen verbaut hat. Graphen besteht eigentlich aus Graphit bzw. Kohlenstoff, aus dem auch Bleistiftminen hergestellt werden. Anders als Graphit ist es aber zu einer einzelnen Schicht dicht miteinander verwobener Atome verarbeitet. Graphen ist also quasi zweidimensionaler Kohlenstoff. Angeblich 200-mal härter als Stahl wäre dies die wohl beständigste und robusteste Sohle auf dem Markt. Euer Langzeittest wird es dann wohl zeigen, liebe Läufer.

Draußen oder drinnen laufen ist auch so eine Frage. Wer sich nicht ganz so wettertauglich im Winter fühlt, der findet sich meist auf einem Laufband wieder. Bei Kettler gibt es nunmehr ein Band mit einem Dämpfungssystem aus Schaumstoff. Selber mal getestet finde ich es zwar angenehm, denke aber das ich die „Härte der Natur“ weiterhin vorziehen werde. Schließlich möchte ich meinen Körper weiter selber kontrollieren und eine Rückmeldung von Ihm bekommen von  dem was ich gerade mache. Kontrolle – ach ja. Da waren noch die Einlegesohlen von EVALU.  Sie haben einen Sensor für Einlegesohlen entwickelt, der Rückmeldung über die Belastung der Füße beim Laufen gibt. Diese Daten können dann wiederum mit einem Laufband von Kettler gekoppelt werden. „Nachtigall ik hör dir trapsen“. Habe mich gerade noch an meinen Selbsttest bei Strava erinnert. Erinnert Ihr euch noch daran? Laufen wird zu Nebensache, weil man sich nur noch kontrolliert und checkt. Ich glaube ich werde kein Technik Freak mehr in diesem Leben.

Da ist Essen und Ernährung dann doch wieder mehr mein Thema.  Riegel und Getränke oder andere Nahrungsergänzungen, zum Teil fühlte ich mich wie auf der „Anuga“ in Köln. Messe ist und bleibt halt Messe und Riegel bleibt Riegel. Nee – Moment. Da war noch der Riegel von Swarm. Werbeüberschrift, „der Insektenriegel“.  Die Grundmasse besteht aus getrockneten und gemahlenen Datteln, Leinmehl und Leinsamen, Rosinen, Haferflocken, gerösteten Mandeln, Sonnenblumenkernen, Apfel- und Birnensaftkonzentrat, Meersalz, natürlichem Aroma. Erst mal okay dachte ich bis man mir sagte das hier auch getrocknete und gemahlene Grillen drinnen wären, um einen hohen Proteingehalt zu sichern.  Habe am Stand dann auch direkt nach dem „warum“ gefragt und habe als Antwort erhalten das Insekten zum einen sehr, sehr gute Nährwerte hätten. Sie bestehen zum Großteil aus Protein, das ist sehr hochwertig, und haben aber auch viele Mikronährstoffe wie Vitamin B12, Zink, Eisen. Okaaaaaay – das war mir dann doch etwas zu Hardcore. Als Vegetarier habe ich da eh so ein Problem mit, von der Ökobilanz mal ganz zu schweigen da diese Tiere direkt von Kleinbauern aus dem ländlichen Thailand bezogen werden und erst mal einen Freiflug nach Europa bekommen.  Nein, ich denke ich bleibe da Oldschool, aber jeder wie er mag – wie seht Ihr dies?

Vernetzung der Läufer schreitet voran

Die ISPO hatte auch ein Laufsymposium. Geballtes Wissen und Fachkompetenz zum Themen Zukunft im Laufen und im Handel. Wie sieht die Szene die Entwicklung. Episch großes Thema, für euch kurz auf den Punkt gebracht.

Zum einen vernetzt sich die Laufgemeinde immer mehr. Lauftreffs finden sich im Netz zusammen und verabreden sich um dann gemeinsam zu laufen. Es geht immer mehr in Richtung Gemeinschaftserlebnis. Die Einzelläufer werden immer weniger, „happy meeting with Sport“ ist nunmehr das Thema. Danach wird alles in den Social Media Gängen dokumentiert. App`s sind im übrigen ja genügend da. Kaum ein Hersteller der nicht versucht so viele wie möglich auch bei seinem Messgerät zu integrieren das sie kompatibel sind. Der Läufer hat heute mehr die Qual der Wahl welche App er nimmt, da der Markt immer unüberschaubarer wird. Daher von mir eine bitte an die Programmierer, bitte nicht noch mehr App`s dieser Art. Macht doch zu Abwechselung mal was anderes.

Auch im Kontakt zwischen dem Laufschuh Dealer und dem Läufer hat sich einiges geändert. Waren es früher die Läufer, die auf den Händler zugegangen sind um sich über Material zu informieren und im Ideralfall auch zu konsumieren kommt jetzt der Händler mehr zu den Läufer.   Das kann ein Auftritt in den sozialen Netzwerken sein, ein Stand bei großen Lauf-Events wie den Marathon-Messen oder auch kleinen lokalen Lauf-Wettbewerben sein oder sogar ein Vor-Ort-Besuch bei den Laufgruppen. Das war früher zwar als und an auch so, wird auch für den Händler unerlässlich, wenn er überleben will im vergleich mit dem Wettbewerb.

Im Übrigen will man sich mehr auf die Bedürfnisse der Läufer in Sachen Laufsyle einstellen. Trailrunner bekommen eine andere Auswahl wie der Urban Runner. Jede Fangruppe hat andere Wünsche an die Klamotten. Dies wird mehr bedient werden in Zukunft. Gleiches gilt auch für den Laufschuh. Jeder Läufer hat statistisch angeblich 5,3 Paar Schuhe die er nutzt. Da sollte doch für jeden Untergrund was dabei sein.  Die Bereitschaft, Geld auszugeben fürs Running, wächst. Auch 2018 ist nichts anderes als Wachstum zu erwarten. Dies gilt für alle Segmente. Die Auswahl der Wearables wächst auch, dennoch bin ich der Meinung wer eine Laufuhr hat, braucht auch nicht noch einen Fitness Tracker, sorry.

Also, viele Informationen für die Menschen die über die ISPO gegangen sind. Da lobe ich mir doch den Messe Kickoff mit dem ISPO Munich Night Run im Olympiapark. 530 Starter durch die Nacht über 5 und 10 km. Ein oder zweimal den Olympiaberg hinauf, hatte schon was von Berg dachte sich so mancher Läufer, dann entspannt ins Hotel um sich auf die vier Messetage vorzubereiten. Wenn da schon alle gewusst hätten welche Flut Ihnen entgegenkommt. Aber wie auch immer, es lebe die Läuferzukunft. In dem Sinne

Glück auf

Ihr Andreas Menz

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Die ISPO in München ist die weltweit größte Leitmesse für den Sport und für mich als ehemaligen Leistungssportler ein Paradies. Als Messemoderator hier auf eine der wenigen Live Bühnen zu agieren und das nunmehr im vierten Jahr hintereinander, ist nicht nur Berufung sondern auch eine persönliche Auszeichnung für mich.  Die Anforderungen sind wie in jedem Jahr hoch an das Team. Das bedeutete für mich in vier Messetagen 38 Auftritte auf der Bühne vorzubereiten zu 19 komplett unterschiedlichen Sportthemen. Beginnend von der Begleitung und Präsentation neuer Sport Workouts, Kochshows, Podiumsdiskussionen bis hin zu Live-Talks mit besonderen Gästen. Jeder Slot ein kleiner Event und so war die Vermischung vom Moderator für Messe zu einem Eventmoderator wie in jedem Jahr gegeben. Vielfältigkeit, das ist auch die ISPO. Begonnen hat es aber eigentlich schon am Tag vor der Messe, wo ich bereits als Moderator des Premieren Lauf beim ISPO Munich Night Run im Olympiapark gebucht wurde. Tolle Kulisse, tolle Umsetzung, Stimmung und die Stimme bereits ein wenig aufgewärmt für die kommenden vier Tage unter Strom.

Nach dem Lauf ist der Tag vor dem Beginn in den Messehallen. Bei den Talkgästen konnte ich mich unter anderem auf 60 Minuten mit der ehemaligen deutschen Box-Legende Henry Maske freuen. Der Gentleman Boxer machte seinem Namen alle Ehre. Wie früher, ein Profi durch und durch und so konnten wir in Anwesenheit vieler Fotografen, sowie einiger TV Stationen über einige Stationen seiner Karriere sprechen, sowie über sein neues Projekt mit einem neuen Sponsor der hier präsentiert wurde.

Interviewrunde mit Box-Legende Henry Maske Bild: (c) Thomas Engelmann

Aber auch über die Talks mit der ehemaligen Weltklasse Schwimmerin Franziska van Almsick, sowie dem aktuellen mittlerweile 4-fachen Windsurf Weltmeister Philipp Köster.  Aber es sind auch die Personen auf der Bühne die man nicht gleich beim ersten lesen am Namen erkennt, die den Reiz dieser Sportmesse ausmachen. Da wir uns in der Fitness & Health Halle befanden, war das Thema Ernährung für uns allgegenwärtig. So hatten wir mit Volker Mehl einen bekannten Koch für Ayurveda als Gast, der uns begeisterte mit vielen Details fürs Kochen, die einfach umzusetzen waren, auch für mich. Das ich bei den Kochshows auch probieren durfte, war inclusive. Denn zum Essen während der Messetage kommt man nur schwer.

Um euch einen Eindruck zu geben wie ein solcher Tag für mich abläuft, sei einmal einer skizziert. Meist klingelte mein Wecker im Hotel in der City von München um 5:30 Uhr. Gute Gewohnheiten von zuhause sollte man halt nicht ändern. Da ich in den Tagen einer Messe nicht zu meinem gewohnten Radtraining komme, habe ich mich auf ein 45 min. Kraftworkout konzentriert. Dieses kann man auch im Hotelzimmer mit einfachsten Mitteln durchführen und gefolgt von kurzem ausdehnen war es dann auch schon knapp 7 Uhr. Kurzes Duschen, die Unterlagen (Moderationskarten, Bühnenoutfit etc.) richten und noch einmal die Programmpunkte und die Gäste mit den vorbereiteten Fragen durchgehen.  Blick auf die Uhr, 7:45 Uhr, Zeit fürs Frühstück. Runter in den Frühstücksraum des Hotels, kurz das Buffet plündern, mit dem Team der Agentur die mich gebucht hat zu sprechen, um dann nach 20 min. wieder auf dem Zimmer zu sein und die Tasche zum Beginn des Tages zu schnappen und loszugehen.

Anreise zur Messe in München bedeutet für mich seit Jahren U-Bahn fahren. Diese Idee haben gefühlt alle Aussteller zur gleichen Zeit und so fühlst du dich wie eine Sardine in der Dose für die kommenden knapp 20 min.  An den Messehallen angekommen, marschierst du durch die angrenzenden Hallen um in der für mich “Halle A6” anzukommen.  Ca. 9 Uhr – letzter Check mit den Technikern für Mikro bzw. Headset und dann noch einmal ein kurzes Einstimmen auf den Tag. Dieser beginnt mit dem ersten Auftritt meist gegen 9:30 Uhr und endet zwischen 17 und 17:30 Uhr. Die einzelnen Slots sind ca. 30 bzw. 60 Minuten lang. Pausen sind für mich meist die 2-3 Minuten, wenn die Bühne kurz umgebaut oder vorbereitet wird für den nächsten Gast. Zeit um diesen dann Backstage kurz zu begrüßen, Zeit für einen kurzen Small Talk und/oder durchgehen des Programms, während dieser vom Techniker verkabelt“ wird.   Ein Schluck aus der Wasserflasche oder ein kurzer Biss in einen Energieriegel und weiter geht es.

Talk mit Schwimm Star Franziska van Almsick Bild: (C) Thomas Engelmann

Am Ende des Messetages geht es dann durch die anderen Messehallen wieder zurück in Richtung U-Bahn, wenn man nicht gerade vor hat an einer der legendären ISPO Stand Partys teilzunehmen. Gefühlt war es dann aber meist die Richtige Entscheidung diese auszulassen oder nur kurz vorbeizuschauen. Netzwerken ist halt wichtig auf der größten Sportmesse der Welt.

Am ersten Messetag habe ich dann aber doch lieber bei meinem Partner CRAFT vorbeigeschaut. Sponsoren Termine. Hier haben wir auf dem großen Messestand noch einige Teaser (Filme) der neuen Produkte gedreht. Die Filme werden via Social Media im Laufe des Jahres zu sehen sein.

Blick auf die Uhr. Aus der U-Bahn ins Hotel – meist 19:30 Uhr, der Tag hat schon 14 Stunden. Rauf aufs Zimmer, kurzes duschen, Mail Check, ein paar Telefonate bevor wir uns mit dem Team der Agentur in der Hotellobby treffen.   Gemeinsames Abendessen irgendwo in München, Tische sind reserviert. Müde, meist wortkarg, sehe ich meine Moderatoren Kollegen wieder, Small Talk wie deren Tag war,reden, lachen, essen. Der Kopf ist relativ leer, der Magen auch aber letzterer bekommt ja jetzt etwas. Wieder zurück im Hotel ist es meist 23 Uhr. TV  auf dem Zimmer an für 15 Minuten, wieder nichts gescheites drin. Also kannst du auch schlafen gehen. Licht aus.  Draußen hörst du die Straßenbahn die die Feierwütigen ins Nachtleben bringen. Mich bringt nichts mehr aus der Ruhe und schon gar nichts mehr ins Leben der Nacht. Nach 18 Stunden muss auch mal Pause sein, denn morgen früh klingelt wieder pünktlich um 5:30 Uhr das Murmeltier. Hello Munich, hello ISPO 2018.  Trotz dieses Tages unter Strom bleibt es mein gelebter Traum.

Blick für 4 Tage. Moderationskarten Bild (C) Thomas Engelmann

Wer mehr Bilder aus meiner Zeit als Moderator sehen möchte dem sei mein Instagram Account ans Herz gelegt oder schaut auf meine Facebook Seite. Die Buttons zum Link findet Ihr auf der Startseite der Homepage, ganz unten.